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Wissen und Partizipation

Zukunfts- und Karriereperspektiven: Wohin steuert die Nachhaltigkeitsforschung?

Ein Netzwerk der sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung lädt am 28. und 29. Mai 2026 zu einem Workshop nach Frankfurt am Main ein. Das ISOE ist Mitveranstalter des Treffens in der ehemaligen Dondorf-Druckerei, das einen kollegialen Austausch von Forschenden ermöglicht.

Transformationen hin zu mehr Nachhaltigkeit brauchen mehr als nur Technikexpertise. In der Nachhaltigkeitsforschung sind immer auch Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen gefragt, die sich entlang der naturwissenschaftlich ermittelten ökologischen Grenzen mit gesellschaftlichen Veränderungsprozessen auseinandersetzen. Doch wohin steuert die Nachhaltigkeitsforschung aktuell und was bedeuten die Entwicklungen für die Forschenden? Das ist das Thema eines zweitägigen Workshops in Frankfurt am Main zu Zukunfts- und Karriereperspektiven in der sozialwissenschaftlichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung, den das ISOE mitveranstaltet. 

Die Nachhaltigkeitsprobleme sind vielfältig, und sie sind komplex. Herausforderungen wie der Klimawandel, Ressourcenverknappung oder der Verlust an Biodiversität lassen sich deshalb nicht aus der Perspektive einzelner Disziplinen lösen. Vielmehr wird neben naturwissenschaftlichen und technologischen Erkenntnissen das Wissen der sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung benötigt. 

Die Forscher*innen mit einem sozialwissenschaftlichen Hintergrund fragen explizit nach den gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Dimensionen des Wandels: Wie können strukturelle Weichen für tiefgreifende Veränderungen gestellt werden, welche Rolle spielen Alltagsroutinen dabei? Wie hängen ökologische Krisen mit sozialer Ungleichheit zusammen und wie sollte man mit Konflikten im Kontext von Nachhaltigkeitsmaßnahmen umgehen? 

Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung: quo vadis

Als Disziplin profitiert die Nachhaltigkeitsforschung von einer inter- und transdisziplinären Ausrichtung, die auch nicht-wissenschaftliche Akteure einbezieht – egal ob es um eine sozial gerechte Stadtentwicklung, um Mobilität oder nachhaltige Stoffkreisläufe geht. Aber in welche Richtung bewegt sich dieses gesellschaftlich immens wichtige Forschungsfeld derzeit? Wie sehen Entwicklungs- und Karriereperspektiven für Forschende aus und wo liegen strukturelle Herausforderungen im Forschungsalltag? 

Um diese Fragen zu klären, laden Akteure der sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung am 28. und 29. Mai zu einem Workshop nach Frankfurt am Main ein. Er wird in Kooperation des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) mit dem Institut für Sozialforschung (IfS), dem Arbeitskreis „Soziologie der Nachhaltigkeit (SONA)“, der Sektion Umwelt- und Nachhaltigkeitssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) sowie der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Frankfurt-Rhein-Main in der Dondorf-Druckerei in Frankfurt-Bockenheim veranstaltet. 

Kollegialer Austausch über Anforderungen im Forschungsalltag

Die Teilnehmenden werden sich über aktuelle Forschungsprojekte und -ideen im Feld der sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeits- und Umweltforschung austauschen und über die gegenwärtigen Bedingungen und Perspektiven wissenschaftlicher Arbeit in diesem Forschungsfeld diskutieren. Dabei gibt es eine Reihe an Impulsvorträgen wie von ISOE-Nachhaltigkeitsforscherin Miriam Schad. An dem Netzwerktreffen nehmen Forschende in unterschiedlichen Karrierephasen teil – etablierte Wissenschaftler*innen ebenso wie Kolleg*innen in der Qualifikations- und Etablierungsphase, die sich mit Chancen und Unsicherheiten gleichermaßen konfrontiert sehen. 

Die Teilnehmenden wollen den Workshop auch dazu nutzen, um sich über die strukturellen Belastungen in diesem Forschungsfeld auszutauschen. Viele Forschende nehmen den hohen gesellschaftlichen Erwartungsdruck, die komplexe Arbeit an inter- und transdisziplinären Schnittstellen, die zum Teil unklare institutionelle Verankerungen an Hochschulen und Universitäten und prekäre Beschäftigungsverhältnisse im Wissenschaftssystem als große Herausforderung wahr. Der Workshop bietet ihnen einen Raum, um diese Erfahrungen zu reflektieren, voneinander zu lernen und Wege für eine nachhaltige wissenschaftliche Praxis – thematisch und beruflich – zu diskutieren.

Wohin steuert die Nachhaltigkeitsforschung?

Workshop zu Zukunfts- und Karriereperspektiven in der sozialwissenschaftlichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung

Datum: 28. und 29. Mai 2026

Ort: 2og:dondorf in der ehemaligen Dondorf-Druckerei 
Gabriel-Riesser-Weg 3, 60325 Frankfurt am Main

Download

CfP-AK-SONA-Workshop-Frankfurt-2026_final.pdf 

Kontakt:

Dr. Miriam Schad

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Zum Profil

Melanie Neugart

Stellvertretende Leitung Wissenskommunikation und Wissenstransfer, Schwerpunkt Medienarbeit Zum Profil
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Welches Wissen brauchen wir für sozial-ökologische Transformationen? Wie können die Sichtweisen und Erfahrungen verschiedener Akteursgruppen berücksichtigt werden?

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