Addressing complex social-hydrogeological challenges through inter- and transdisciplinary knowledge co-production
Linda Söller et al.
Dženeta Hodžić ist seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am ISOE und forscht ethnografisch zu (inter- und transdisziplinären) Wissenspraktiken, Grundwasser, Wasserinfrastrukturen und Naturschutz in europäischen Karstlandschaften.
In ihrer Dissertation „Unruly Undergrounds. Towards a Political Geomorphology of Groundwater in Post-Yugoslav Karst Landscapes“ (2026, Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Goethe Universität Frankfurt) untersucht sie, wie ein schwer zugänglicher Untergrund gewusst, geschützt und umkämpft wird: in der Wasserversorgung und in Behörden, in hydrogeologischen Messpraktiken, im Naturschutz und in alltäglichen Sorgebeziehungen zu Quellen und Brunnen. Methodisch verbindet sie multi-lokale Ethnografie mit transdisziplinären Formaten und arbeitet dabei eng mit Fachleuten. Ein durchgehendes Interesse gilt der Frage, wie Wissen über schwer zugängliche Umwelten entsteht, autoritativ wird und umstritten bleibt. Damit verbunden ist die Frage nach der Position ethnografischen Forschens selbst, das in solchen Konstellationen zunehmend mitarbeitet statt sie nur zu beobachten.
Sie ist assoziiert am DFG-Graduiertenkolleg „Fixing Futures – Technologies of Anticipation in Contemporary Societies“. Studiert hat sie Europäische Ethnologie und Anglistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, mit (Forschungs-)Aufenthalten an der University of Amsterdam und der Universität Sarajevo; erste Forschungserfahrung sammelte sie am WZB Berlin und am IRI THESys (Humboldt-Universität zu Berlin). Vor ihrer Arbeit zu Grundwasser forschte sie zur Umsetzung europäischer Politiken für erneuerbare Energien und zu soziotechnischen Imaginationen in Bosnien-Herzegowina.
Linda Söller et al.
Dženeta Hodžić
Dženeta Hodžić
Fanny Frick-Trzebitzky et al.
Fanny Frick-Trzebitzky et al.