GreeN-H2 Namibia – Machbarkeitsstudie für grünen Wasserstoff in Namibia

A hydrogen pipeline with wind turbines and in the background. Green hydrogen production concept

Das Projekt GreeN-H2 Namibia untersucht die Machbarkeit von Produktion, Umwandlung und Transport von grünem Wasserstoff in Namibia. Ziel ist es, die Potenziale, soziale und ökologische Risiken sowie Transformationsbarrieren der grünen Wasserstoffentwicklung in Namibia aufzuzeigen und zu untersuchen. Die Projektergebnisse sollen die Entwicklung von Handlungsempfehlungen unterstützen und eine nachhaltige und sozial gerechte Wasserstoff-Wertschöpfungskette ermöglichen. 

Forschungsansatz

Die Machbarkeitsstudie von GreeN-H2 Namibia zielt darauf ab, die Potenziale und Risiken einer grünen Wasserstoffindustrie in Namibia auf nationaler und regionaler Ebene zu untersuchen. Dafür analysieren die Projektpartner Aspekte der Planung und Umsetzung, die bei dem Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft eine Rolle spielen, zudem analysieren sie Risiken und Barrieren, die einer nachhaltigen Entwicklung entgegenstehen könnten. Ziel ist die Erarbeitung von Konzepten und Maßnahmen, die eine nachhaltige und sozial gerechte Entwicklung einer grünen Wasserstoffwirtschaft in Namibia fördern. 

Das Projekt hat drei Schwerpunkte: (a) Projektmanagement, Stakeholder-Dialoge und -Zusammenarbeit, (b) technische Aspekte der Umsetzungsmöglichkeiten sowie (c) Transformation und sozial-ökologische Wirkungen. Innerhalb des Projekts liegt die Verantwortung des ISOE beim Transformationsmanagement sowie der sozial-ökologischen Wirkungsabschätzung. Das ISOE entwickelt wünschenswerte und nachhaltige Zukunftsszenarien, identifiziert die damit verbundenen Transformationspfade und erfasst die sozial-ökologischen Wirkungen, Risiken und Vulnerabilitäten einer grünen Wasserstoffwirtschaft.

Der transdisziplinäre Ansatz von GreeN-H2 Namibia gewährleistet die Beteiligung namibischer Akteure aus Regierung, Industrie, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Die im Rahmen der Machbarkeitsstudie gewonnenen Erkenntnisse sollen den Akteuren als Entscheidungshilfe bei der Planung und Implementierung der Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff dienen. Die Ergebnisse aus GreeN-H2 Namibia hinsichtlich der technischen, wirtschaftlichen, institutionellen, sozialen und ökologischen Machbarkeit des Aufbaus einer grünen Wasserstoffwirtschaft sollen als Handlungsempfehlungen für namibische und deutsche Akteure zusammengetragen werden, um zu einer nachhaltigen Umsetzung einer grünen Wasserstoffwirtschaft beizutragen.

Hintergrund 

Grüner Wasserstoff ist ein klimaneutraler Energieträger und zentral, um die internationalen Klimaziele zu erreichen und den Prozess der Dekarbonisierung in Deutschland maßgeblich voranzutreiben. Dabei rücken vor allem Länder des „Globalen Südens“ in den Fokus, da für die Herstellung von grünem Wasserstoff viel Sonne, Wind und vor allem Fläche benötigt wird. Seit 2021 besteht zwischen Namibia und Deutschland eine grüne Wasserstoffpartnerschaft. Zudem verfolgt Namibia ambitionierte Ziele beim Aufbau der Produktion von grünem Wasserstoff. In diesem Rahmen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 40 Millionen Euro bereitgestellt, um in Pilotprojekte, Strategiepapiere und Bildungsprogramme zu investieren. Das hohe Sonnen- und Windpotenzial sowie die weitläufigen unberührten Flächen machen Namibia zu einem attraktiven Produktionsort für grünen Wasserstoff. Diese Entwicklungen sollen wissenschaftlich begleitet, hinterfragt und analysiert werden, um die mit ihnen einhergehenden sozialen und ökologischen Risiken zu identifizieren und Barrieren, die einer nachhaltigen Entwicklung dieser grünen Technologie im Wege stehen, zu erkennen und zu überwinden. 

Forschungs- und Projektpartner

Dechema e.V.

Förderung 

Das Projekt „GreeN-H2 Namibia – Machbarkeitsstudie für grünen Wasserstoff in Namibia“ wird innerhalb der Strategie zum Ausbau internationaler Wasserstoff-Partnerschaften des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Laufzeit

10/2022 – 04/2025