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Transformation Wissen und Partizipation

CoDe – Co-Design für zirkuläre Bioökonomie 

Wie werden biobasierte Wertschöpfungsketten wirklich kreislauffähig? Das Forschungsprojekt CoDe entwirft gemeinsam mit Unternehmen Transformationspfade.

Bild: gpointstudio – iStockphoto.com Mehrere Personen stehen gemeinsam um einen Tisch und arbeiten kollaborativ an einer Aufgabe. Auf der Tischoberfläche liegen zahlreiche bunte Haftnotizen (in Gelb, Grün und Pink), die verteilt und teilweise beschrieben sind. Einige der Personen zeigen mit den Händen auf bestimmte Notizen oder halten Stifte, als würden sie Ideen besprechen, sortieren oder planen. Der Fokus liegt auf den Händen und der Interaktion, während die Personen selbst nur teilweise sichtbar sind. Die Szene vermittelt Teamarbeit, Brainstorming und kreative Zusammenarbeit in einer Arbeits- oder Workshop-Umgebung.

Das Forschungsprojekt CoDe erarbeitet transdisziplinär und ko-kreativ Wege für eine zirkuläre Bioökonomie. Im regionalen Innovationsnetzwerk BioBall (Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main) arbeiten Wissenschaft und Praxis in Co-Design-Labs zusammen, um Kreislaufprinzipien in biobasierte Wertschöpfungsketten zu integrieren. Ein Starter-Kit will die Ergebnisse für andere Regionen und Netzwerke nutzbar machen.

Forschungsansatz

Das Forschungsprojekt CoDe verbindet zwei Forschungsperspektiven: Forschung für Transformationen (Entwicklung konkreter zirkulärer Lösungen) und Forschung über Transformationen (Analyse und Reflexion transdisziplinärer Prozesse). Methodisch setzt das Projekt auf qualitative Sozialforschung, partizipative Mapping-Verfahren, Co-Design-Sprints und Elemente der Reallaborforschung. Biobasierte Kunststoff-Wertschöpfungsketten dienen dabei als zentrale Fallstudien. Die Nachhaltigkeit der erarbeiteten Lösungen wird durch lebenszyklusbasierte Nachhaltigkeitsbewertung (LCSA) und technisch-ökonomische Analyse (TEA) quantifiziert.

Hintergrund 

Transformationsprozesse zu einer nachhaltigen Bioökonomie sind erklärtes Ziel der Nationalen Bioökonomiestrategie – doch die Verbindung von Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft bleibt in der Praxis oft unvollständig: Zirkuläres Produktdesign, End-of-Life-Optionen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen werden in bioökonomischen Wertschöpfungsketten bislang zu wenig berücksichtigt. Denn für erfolgreiche Transformationsprozesse sind nicht nur technologische Innovationen, sondern auch ein besseres Verständnis der sozialen, ökonomischen und institutionellen Bedingungen notwendig, ebenso wie darauf zugeschnittene Lösungsansätze. Das Forschungsprojekt CoDe setzt hier an und entwickelt gemeinsam mit Akteuren des regionalen Innovationsnetzwerks BioBall transdisziplinäre Ansätze für eine zirkuläre Bioökonomie.

Forschungs- und Projektpartner 

  • Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) (Lead)
  • Kunsthochschule der Universität Kassel / Kassel Institute for Sustainability (KHK)
  • Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik, Leibniz Universität Hannover (IKK)
  • Provadis Hochschule, Frankfurt am Main (PHS)

Praxispartner 

  • BioBall – Bioökonomie im Ballungsraum e.V.
  • BIOVOX GmbH
  • Cradle to Cradle NGO
  • FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH

Förderung 

Das Projekt „CoDe – Co-Design für zirkuläre Bioökonomie: Transformative Handlungspfade für zirkuläre Innovation in der Bioökonomie“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) in Rahmen der Förderbekanntmachung „Herausforderungen und Erfolgsfaktoren der Transformation zu einer zirkulären Bioökonomie“, Modul II (thematische Förderung) des Konzepts „Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel“.

Transformation

Transformation —

Ist Nachhaltigkeit durch technologische Entwicklungen allein erreichbar? Wie können Transformationen in Richtung Nachhaltigkeit angesichts sich zuspitzender Krisen und Konflikte gestaltet werden?

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