zum Jahresauftakt 2026 richtet unser Newsletter den Blick auf aktuelle Herausforderungen sozial-ökologischer Transformationen. Im Fokus stehen die kommunale Klimaanpassung, nachhaltige Kälteinfrastrukturen und empirische Analysen der Energiearmut in Deutschland.
Der Newsletter blickt auch zurück auf zwei sehr erfolgreiche Veranstaltungen im Februar dieses Jahres. Ein besonderes Highlight war die diesjährige ISOE‑Lecture. Angesichts multipler Krisen – von Klimawandel, Biodiversitätsverlust bis hin zu geopolitischen Krisen – stellte die französische Philosophin Corine Pelluchon in ihrem Vortrag die Frage nach der Hoffnung neu: Sie zeigte auf, wie Hoffnung als Schlüssel für nachhaltige Veränderungen wirken kann.
Ebenfalls im Februar fand eine partizipative Bildungsveranstaltung für Schüler*innen ab der Jahrgangsstufe 8 statt. Hier wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig der Dialog zwischen jungen Menschen und Fachleuten ist, um den kompetenten Umgang mit Informationen in einer zunehmend digitalisierten und polarisierten Öffentlichkeit zu stärken.
Außerdem möchten wir Sie über kommende Veranstaltungen und Publikationen unserer Kolleg*innen informieren. Hier möchten wir Sie insbesondere auf die Publikation „Streitfall Biodiversität. Konflikte verstehen und gestalten“ aufmerksam machen.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Dr. Nicola Schuldt-Baumgart
Leitung Wissenskommunikation und Wissenstransfer, Pressesprecherin
Angesichts der Klimakrise und eines weltweit steigenden Energiebedarfs für Kühlung untersucht das Team im Forschungsprojekt „CultCryo“, wie die globale Kälte-Infrastruktur nachhaltiger und gerechter gestaltet werden kann.
Datenlücke Dienstwagen – Steuervorteil mit Folgen?
Das sogenannte „Dienstwagenprivileg“ gilt als umstritten. Doch für geeignete Reformvorschläge fehlen bislang belastbare Zahlen. Ein Forschungsteam erfasst nun empirische Daten zu ökologischen, sozialen und steuerlichen Auswirkungen der Regelung in Deutschland.
Welche Auswirkungen hat Energiearmut in Deutschland? Perspektiven von Betroffenen
Das ISOE unterstützt das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) bei seiner aktuellen Studie über Energiearmut in Deutschland. Dabei werden Ursachen und Auswirkungen einer prekären Energieversorgung systematisch betrachtet und empirisch beforscht, um Lösungswege für Betroffene aufzuzeigen.
Hoffnung in Zeiten des Klimawandels: ISOE-Lecture mit der Philosophin Corine Pelluchon
Was unterscheidet Hoffnung von Optimismus? Und wie kann Hoffnung der Schlüssel für nachhaltige Veränderungen werden? Darüber sprach die französische Philosophin Corine Pelluchon in der diesjährigen ISOE-Lecture an der Goethe-Universität Frankfurt.
Glauben – Meinen – Wissen: Fake News am Beispiel des Klimawandels
Bei einer partizipativen Bildungsveranstaltung diskutierten Schüler:innen mit Expert:innen aus Medien und Wissenschaft über die Unterscheidung von Glauben, Meinung und Wissen sowie über Rolle von Fake News im Kontext des Klimawandels.
Am 29. Januar verteidigte unser Kollege David Kuhn erfolgreich seine Dissertation „Transfer of water – transfer of conflict. Territorial effects on water and people arising from the interplay of groundwater conflicts and large water transfers in Germany and Spain.“ In seiner humangeografischen Arbeit untersucht David, wie Grundwasserkonflikte und Fernwasserinfrastrukturen zusammenwirken – anhand von Beispielen aus dem Südharz (Deutschland) und dem Júcar-Flusseinzugsgebiet (Spanien). Klimabedingte Extremwetterereignisse und Verschmutzung verschärfen die Konkurrenz um Wasser zwischen verschiedenen Nutzungsgruppen und Regionen. Seine Forschung zeigt: Fernwasserinfrastrukturen können das Wasser zwar verteilen, lösen die zugrunde liegenden Konflikte aber nicht automatisch. Vielmehr werden Probleme häufig in die Zukunft oder in andere Regionen verlagert. Gleichzeitig verdeutlicht die Arbeit, dass Grundwasserkonflikte nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen bieten – für eine gerechte und nachhaltige Wasserversorgung von Mensch und Natur.
Das ISOE in den Medien
Frankfurter Rundschau, 12.02.2026
Schülerinnen und Schüler sollen Fake News zum Klimawandel entlarven
38. Deutscher Naturschutztag (DNT): Natur, Mensch, Zukunft
Bundesamt für Naturschutz, Berlin
Podiumsdiskussion Deike Lüdtke: „Es kann funktionieren! Erfolgsrezepte für die lokale Verknüpfung von Naturschutz mit unternehmerischen Ansätzen, Tourismus, Ehrenamt und vielem mehr.“